WordPress ist super, WordPress ist chic. Das sehen viele Nutzer so, aber nicht jeder Server-Administrator. Für das oberflächliche WordPress-Leichtgewicht steckt schon so einiges unter der Haube, weswegen der WordPress Hoster sorgfältig gewählt werden sollte um eine gute WordPress Geschwindigkeit garantieren zu können.

Nicht das wir uns missverstehen: WordPress ist so gesehen auch keine Killeranwendung, aber so mancher Server-Admin schimpft heute noch über WordPress – wären ihm doch andere CMS System lieber. Aber wir installieren WordPress ja nicht für den Admin, sondern weil wir die Vorteile von WordPress so schätzen.

Wenn WordPress doch mal langsam wird…

Wenn die WordPress Geschwindigkeit nachlässt, dann kann das vielfältige Hintergründe haben! Das muss nicht am Webhoster liegen! Tut mir leid, aber das lässt sich jetzt nicht in einem Satz erklären – hol Dir ne Tasse Kaffee, ich fange an:

Billiges Webosting / Free WordPress Webhosting

Gut, u get what you pay for! Wie eingangs erwähnt, benötigt WordPress vergleichsweise etwas Server-Power, handelsübliche Hostinpakete ab 3-4 Euro im Monat sollten das aber grundsätzlich schon mal für eine gute WordPress Performance sorgen können und in dem Preis ist i.d.R. auch schon eine Domain inkludiert. Geeignete WordPress Webhoster haben wir ja schon benannt.

Generell lässt sich aber sagen: Wer mit der Performance seiner Standard WordPress Installation (ohne Plugins, mit einem WordPress Standardtheme) beim gewählten Webhoster von Anfang an zufrieden ist, der ist für gute WordPress Ladezeiten bereits gut aufgestellt.

Wird das WordPress System danach merklich (und konstant) langsamer, sind die Gründe dafür eher in den Plugins, im Theme oder in einer defekten Datenbank zu finden. Dies kann dazu führen, dass die Datenbank wesentlich häufiger abgefragt werden muss, der Speicherbedarf (Memory) erhöht wird und schlimmstenfalls das zugeteilte WordPress Memory Limit überschritten wird.

Zu viele Plugins / unperformante Plugins

Plugins gefährden nicht nur die WordPress Sicherheit, sondern möglicherweise auch die WordPress Performance.

Ich möchte nicht falsch verstanden werden: Plugins sind toll! Mit zwei Mausklicks, gibts eine Gallery, ein Forum, ein Gästebuch und einen Eventkalender on Top – und das meist sogar kostenlos.

Das Problem: Jedes Plugin schleift auch einen sogenannten Overhead mit. Es bringt eigene Regeln für die Darstellung mit (CSS), möchte gerne ein paar Zusatzinfos aus der Datenbank haben und führt mitunter noch ein paar Berechnungen durch, bevor das Seitenergebnis ausgegeben werden kann. Wenn dann nun in einem privaten Blog 30 Plugins aktiviert sind, dann kann sich die Ladezeit schon aufgrund dieser Tatsache durchaus signifikant verlängern.

TIPP: Beschränke dich also auf die notwendigsten Plugins, dies hilft auch bei der Absicherung deiner WordPress Installation.

Unperformate Themes

Das Theme ist das Layout und hier entscheidet natürlich in erster Linie das Auge. Erst auf den zweiten Blick entscheidet gelegentlich auch die innere Uhr. Bei der WordPress Theme-Erstellung kann so manches falsch gemacht werden….

  • zu viele Datenbankabfragen
  • unsaubere Datenbankabfragen
  • zu viele CSS Dateien
  • zu viele JS Dateien
  • doppelte CSS Dateien
  • doppelte JS Dateien
  • zu viele Bilder

kurzum: Viele Dinge, die du möglicherweise gar nicht so richtig einsehen bzw. ohne weiteres beheben kannst. Gott sei Dank gibt es Caching Plugins, die Abhilfe schaffen sollen – aber soll ich Dir etwas sagen: Sie helfen selten so gut, dass Du danach richtig glücklich bist.

Denn schon die oben genannten Gründe sind unterschiedlicher Natur und können schlecht über einen Kamm geschert werden. Freilich kannst Du Caching-Plugins testen (W3 Total Cache wäre so ein Kandidat), aber ich warne dich: das könnte zur Doktorarbeit werden!

Besser wäre es, das Problem an der Ursache zu bekämpfen und nicht mit irgendwelchen “Schweinereien” zwischenzuspeichern.

Tipp: So toll fertige WordPress-Themes von Themeforest und Co. auch sein mögen, die fertigen WordPress Frameworks sind häufig eine Katastrophe!

Wenn Du also ernsthaft monetäre Absichten mit Deinem Blog verfolgst, lasse Dir ein hübsches HTML Theme auf WordPress nach DEINEN VORSTELLUNGEN portieren.

Erstens kannst Du es dann wesentlich leichter bedienen, es kann viel besser auf deine Bedürfnisse zugeschnitten werden und der Preis ist je nach Anforderung mitunter nicht wesentlich teurer als ein vollkommen überfrachteter WordPress-Baukasten, der am Ende eh nicht das tut was er soll!

Unoptimierte Datenbtabellen

Mit der Zeit sammelt sich auch unnötiges in der WordPress Datenbank. Das können auf Spam gesetzte Kommentare sein, automatisch gespeicherte Entwürfe und Revisionen, oder auch einfache Überhänge in Datenbanktabellen. Das bedeutet nicht, dass WordPress damit nicht mehr funktioniert… es bedeutet nur, dass die Suche nach passenden Einträgen etwas länger dauern kann, weil es in dem “Saustall” einfach nicht mehr so einfach ist die jeweils passenden Einträge zu finden. Abhilfe schafft die gelegentliche Wartung und Überprüfung der Datenbank.